Sprachförderung mit MITsprache

Chancengleichheit durch MITsprache

MITsprache hat sich zum Ziel gesetzt, sozial benachteiligten Kindern und insbesondere Kindern mit Migrationshintergrund durch den Erwerb der deutschen Sprache Zugang zu Bildung zu ermöglichen und damit ihre Integration zu fördern.

MITsprache ist auf eine mehrjährige Förderung von der Kindertagesstätte bis in die Grundschule hinein angelegt. Das Programm lässt sich in drei Bausteine aufteilen:

Wichtigste Aufgabe ist es, den Kindern zu einer aktiven Teilnahme am Unterricht zu verhelfen. Damit sollen Schulabbrüche aufgrund von schwachen Sprachkenntnissen vermieden und die Grundlage für eine erfolgreiche Integration gelegt werden. Zusätzlich werden auch die sozialen Kompetenzen der Kinder gefördert.

Dieser Film zeigt am Beispiel der Hamburger Grundschule am Rotenhäuser Damm, wie das Sprachförder- und Integrationsprogramm MITsprache in der alltäglichen Schulpraxis funktioniert.

Start, Entwicklung & aktueller Stand von MITsprache

MITsprache heute: Schuljahr 2022/23

Heute ist MITsprache erfolgreich an über 100 Bildungseinrichtungen in Berlin, Hamburg, Hagen (NRW), Karlstadt (Bayern), Baden-Württemberg, Sachsen und Bremen vertreten. Viele weitere Einrichtungen möchten inzwischen das Sprachförderprogramm im ihren Alltag integrieren.

Evaluierung der LMU München bestätigt: MITsprache wirkt!

Von August 2011 bis Januar 2015 wurde MITsprache von der Ludwig-Maximilians-Universität München unabhängig evaluiert. Die Ergebnisse zum Ende des dritten Projektjahres belegen, dass sich MITsprache eindeutig positiv auf den Spracherwerb der Kinder auswirkt.

Geförderte Kinder zeigen im Gegensatz zu Kindern einer Vergleichsgruppe ohne zusätzliche Förderung einen signifikant höheren Zuwachs ihrer Sprachkompetenzen.

Den vollständigen Evaluationsbericht zum Download finden Sie hier.

MITsprache ist preisgekrönt

MITsprache wurde 2013 im Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik" als herausragende "Bildungsidee" ausgezeichnet. Der Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" und der Vodafone Stiftung Deutschland vergeben. 2014 erhielt MITsprache den "Primus-Preis" der Stiftung Bildung und Gesellschaft. Es überzeugten jeweils die Nachhaltigkeit sowie der Innovationscharakter von MITsprache.

MITsprache-Start im Schuljahr 2011/2012

Mit Schuljahresbeginn 2011/2012 startete MITsprache als Pilotprojekt an fünf Berliner Grundschulen; 2013 kamen fünf in deren Nachbarschaft gelegene Kindertagesstätten hinzu.

Weitere Informationen zu Mitsprache

 

Partner & Kooperationen

Die Kooperationen der Stiftung Fairchance

aqtivator gGmbH

Die aqtivator gGmbH fördert die Professionalisierung und das Wachstum gemeinnütziger Organisationen. aqtivator identifiziert wirksame Ansätze in den Bereichen Bildung und Integration und unterstützt ihre Partner bei der Entwicklung nachhaltiger Skalierungs-Strategien. Ziel von aqtivator ist es, durch die Stärkung von Akteuren der Zivilgesellschaft einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe zu leisten.

Eleven – Verein für Kinder- und Jugendförderung e.V.

Der Eleven – Verein für Kinder- und Jugendförderung e.V. begleitet deutschlandweit etablierte Organisationen entlang der Bildungskette, die sich nachweislich wirksam für die Chancengleichheit von Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzen. 13 Organisationen, darunter auch die Stiftung Fairchance, bilden die Eleven Gemeinschaft. Eleven stärkt sie mit zielorientierter Förderung und Capacity Building, damit gemeinsam maximal viele Kinder, Jugendliche und Familien maximal wirksam erreicht werden können.

ABF Affirmative Bildungsförderungs gGmbH

Affirmative ist überzeugt, dass Integration nur durch chancengleiche Teilhabe an sozialen, kulturellen sowie wirtschaftlichen und politischen Prozessen der Gesellschaft funktionieren kann. Diese Partizipation braucht funktionierende Bildungsprozesse, die Chancen für alle – unabhängig ihrer sozialen Herkunft – schaffen.

Stockhausen Stiftung

Zweck der Stockhausen-Stiftung ist die Förderung der Erziehung und Bildung bedürftiger Kinder und Jugend­licher. Es werden Maßnahmen gefördert, die der Verbesserung der allgemeinen Rahmenbedingungen des Lernens in öffentlichen Schulen und Kitas dienen.

Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

WortSchatz gGmbH

Die gemeinnützige Gesellschaft WortSchatz wurde 2016 von der Familie Matzke aus Hagen, Westfalen, gegründet. Zweck von WortSchatz ist es, Kinder sprachlich zu fördern, die aufgrund mangelnder deutscher Sprachkompetenz einen erschwerten Start in ihre Schullaufbahn haben. Dahinter steht das Anliegen, dass Kinder unabhängig von ihrer Herkunft und dem Bildungshintergrund ihrer Eltern die Chance auf Teilhabe an unserer Gesellschaft erhalten. Der Schlüssel zur Teilhabe ist Bildung. Bildung beginnt mit dem Erlernen der deutschen Sprache.

 

WortSchatz ist derzeit an mehreren Grundschulen in Hagen aktiv. Ziel der Arbeit vor Ort ist es, die Schulen durch Arbeitsmaterial, Fortbildung der Lehrkräfte und Elternarbeit im Bereich der Sprachförderung bestmöglich zu unterstützen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.wortschatz-ggmbh.org

gss Schulpartner GmbH

Die gss Schulpartner GmbH ist ein anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband und gemeinnützig tätig. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen Erziehern, Lehrern, Schulleitungen, Schülern, Eltern und externen Kooperationspartnern. Seit Februar 2017 unterstützt die gss Schulpartner GmbH mit begleitender sozialpädagogischer Elternarbeit das Sprachförderprojekt MITsprache der Stiftung Fairchance an folgenden Schulen im Bezirk Mitte:

Weitere Informationen finden Sie unter: gss Schulpartner GmbH

 

Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS)

Das Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut des Landes Berlin. Träger des Zentrums ist der Verein Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin.

Aufgabe des ZAS ist die Erforschung der menschlichen Sprachfähigkeit im Allgemeinen und deren Ausprägung in Einzelsprachen. Ziel ist, diese zentrale Fähigkeit des Menschen und ihre biologischen, kognitiven und sozialen Faktoren besser zu verstehen und dadurch Grundlagen für unser Verständnis des Erwerbs und der Verarbeitung der Sprache und deren Störungen sowie für sprachtechnologische Anwendungen zu legen.

Weitere Informationen finden Sie unter
Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft

Berliner Interdisziplinäre Verbund für Mehrsprachigkeit (BIVEM)

Der Berliner Interdisziplinäre Verbund für Mehrsprachigkeit (BIVEM) bringt auf Spracherwerb spezialisierte Wissenschaftler mit Experten aus Erziehungs- und Diagnosebereichen zusammen. Die Kooperation ermöglicht es, gemeinsam erarbeitete Forschungsergebnisse in konkrete Fördermaßnahmen im Vor- und Grundschulbereich umzusetzen. Der Verbund wurde vom Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) Berlin initiiert und mit Unterstützung des Berliner Senats ins Leben gerufen.

Weitere Informationen finden Sie unter
Berliner Interdisziplinäre Verbund für Mehrsprachigkeit (BIVEM)

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

"Deutsch für den Schulstart" ist eine Förderkonzeption, die mehr- und einsprachige Kinder mit Sprachförderbedarf vor und nach der Einschulung in ihrer Sprachentwicklung und bei der Bewältigung sprachlicher Aufgaben unterstützt. Die Konzeption umfasst umfangreiche Materialien, die den Aufbau sprachlicher Kompetenzen in systematischer und sprachdidaktisch fundierter Weise fördern und neben Wortschatz, Formenbildung und Geschichtenverständnis/Erzählen die phonologische Bewusstheit als gezielte Vorbereitung auf die Alphabetisierung einschließen. Ein dazu gehöriges diagnostisches Verfahren ermöglicht einen auf den Sprachstand der Kinder abgestimmten Einstieg in die Förderung.

Das Konzept richtet sich an Kinder im Altersbereich zwischen vier und sieben Jahren und sieht in Orientierung am kognitiven Entwicklungsstand und dem vorschulischen bzw. schulischen Lernkontext zwei Varianten vor:

  • die Vorschulversion mit einem ausgeprägt spielerischen Charakter der Sprachfördermaterialien;
  • die Grundschulversion (1. und 2. Klasse) mit einem Einbezug schulspezifischer Aufgabenformen und einer Anschlussfähigkeit an das Lesen- und Schreibenlernen.

Weitere Informationen finden Sie unter
Deutsch für den Schulstart

SprachFörderZentrum Berlin-Mitte

Das Sprachförderzentrum wurde durch das Bezirksamt Mitte von Berlin und die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen. Durch das Sprachförderzentrum werden die Fachkompetenzen zu frühkindlicher Sprachförderung im institutionellen Rahmen von Tagesbetreuung und Schulen sowie im außerinstitutionellen Rahmen gebündelt.

Im Sprachförderzentrum kommen Experten aus den Bereichen der frühkindlichen und schulischen Bildung, der Gesundheits- und Familienförderung, der Weiterbildung und Kultur sowie der Antidiskriminierungs- und Integrationspolitik an einen Tisch. So soll gemeinsam in Berlin Mitte die Sprachförderung qualitativ gesteigert werden.

Das Sprachförderzentrum wendet sich an pädagogische Fachkräfte, KiTa-Leitungen, Erzieher/Innen, Lehrkräfte im Beruf oder in der Ausbildung, Eltervertretungen, Elternvereine, Familienzentren, Verwaltungen sowie stadtteilnahe Institutionen und Projekte.

Weitere Informationen finden Sie unter
SprachFörderZentrum Berlin-Mitte

Ludwig-Maximilians-Universität München, Bildungscontrolling und Evaluation

Die Evaluation und wissenschaftliche Implementationsbegleitung des Sprachförderprogramms MITsprache wurde im Zeitraum zwischen August 2011 und Januar 2015 durch die Ludwig-Maximilians-Universität München erbracht. Die wissenschaftliche Implementationsbegleitung unterstützte die Adaption des Förderkonzepts "Deutsch für den Schulstart" an die Erfordernisse des Berliner Projekts. Insbesondere trug sie zu einer optimierten Umsetzung des Projekts in der Anfangsphase bei. Die Evaluation untersuchte Umsetzung und Wirkungen des Projekts in den ersten drei Projektschuljahren. Dabei verfolgte sie eine doppelte Zielsetzung: Die formative Evaluation sollte die fortlaufende Weiterentwicklung des Projekts begleiten und im Prozess die Projektumsetzung optimieren. Die summative Evaluation sollte die Wirkungen des Projekts differenziert analysieren. Primär wurde also der Zuwachs an Sprachhandlungskompetenz der beteiligten Kinder unter Einbezug des familiären Kontexts untersucht. Im zeitlichen Verlauf standen zunächst die formativen, später die summativen Ziele im Vordergrund. Das Forschungsprojekt zu dem Sprachförderprogramm MITsprache wurde von der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Heinz Mandl im Bereich Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität durchgeführt. Die Arbeitsgruppe befasst sich in Forschung und Lehre mit dem Lehren und Lernen in verschiedenen Bildungskontexten. Das Forschungsprojekt zu dem Sprachförderprogramm MITsprache wurde operativ durch Raphaela Schätz unter Beteiligung und Supervision von Prof. Dr. Heinz Mandl und Dr. Jan Hense durchgeführt. Weitere Informationen:

Günter Reimann-Dubbers Stiftung

Die Günter Reimann-Dubbers Stiftung mit Sitz in Heidelberg wurde im Jahr 2002 gegründet. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinnützige Projekte, insbesondere in den Bereichen Familie, Bildung und Gesundheit ins Leben zu rufen und zu unterstützen. Die Stiftung möchte damit neue Impulse geben, um zukunftsweisende Initiativen zielgerecht zu fördern und umzusetzen. Zusammen mit der Dürr-Stiftung Hamburg unterstützt die Günter Reimann-Dubbers Stiftung unter anderem die Entwicklung des an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg erarbeiteten Sprachförderprogramms "Deutsch für den Schulstart", das die Grundlage der Lehrmaterialien des Projekts MITsprache darstellt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der