Mehr als 30 neue Einrichtungen installieren unser Sprachförderprogramm MITsprache

Mehr als 30 neue Einrichtungen installieren unser Sprachförderprogramm MITsprache

Bildungssituation in Deutschland

Die Bildungssituation in Deutschland ist angespannt. Nicht nur, dass durch den pandemiebedingten Distanzunterricht Kindern und Jugendlichen Schule als sozialer Ort zeitweise weggebrochen ist –als Ort der Begegnung mit Freunden und Lehrern – sondern auch, weil insbesondere Schüler aus sozioökonomisch schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund besonders unter den Folgen von Corona leiden. Viele von ihnen leben auf beengten Verhältnissen, sind teilweise technisch und digital schlecht ausgestattet und haben Schwierigkeiten den Lernstoff ohne Lehrkraft zu bewältigen. Immer mehr Studien legen nahe, dass die Pandemie das Land in Bildungsfragen ungerechter gemacht hat, u.a. die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“. Sie zeigt, dass je weniger Präsenzunterricht durchgeführt wird, desto schlechter können Grundschüler lesen und schreiben. Der Handlungsbedarf ist also groß, und die Berliner Stiftung Fairchance arbeitet mit Hochdruck, um ihn zu decken.

500 neue Kinder erhalten mehr als 50.000 Kinder-Sprachförderstunden

„Wir stehen derzeit bundesweit mit knapp 70 Einrichtungen im Kontakt. Mehr als 30 von ihnen beginnen ab diesem Kalenderjahr mit unserem Förderprogramm MITsprache, welches ihnen auch in den kommenden Jahren erhalten bleiben wird, weil wir einen nachhaltigen Förderansatz gewählt haben. Das ist ein großartiger Erfolg für die Stiftung Fairchance, aber natürlich auch für unsere Unterstützer, wie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, sowie unseren Förderpartnern Eleven, Aqtivator, Affirmative und der Stockhausen Stiftung: Bereits jetzt betreuen wir knapp 100 neue Gruppen mit circa 500 Kindern. Das macht über 50.000 Kinder-Sprachförderstunden im Kalenderjahr 2022, mehr als 150 Lehrerinnen und Lehrer haben bereits mit unserer Fortbildung begonnen“ erzählt Alexander Wolf, Geschäftsführer der Stiftung, über die vergangenen Wochen. Solch ein Erfolg kommt nicht von ungefähr. Ein eng getakteter Terminplan ist derzeit an der Tagesordnung: „Wir sind recht gut ausgelastet. Umso mehr freue ich mich, dass die Mitarbeiter so motiviert dabei sind, um so viele Kinder wie möglich mit MITsprache unterstützen zu können.“

Stimmung an den Schulen

Die Stimmung bei uns in der Stiftung ist also ausgezeichnet, jene an den Schulen hingegen etwas nervös. Durch Omikron und steigende Inzidenz-Zahlen fallen immer mehr Lehrkräfte aus, aber auch viele Kinder sind krank und können nicht am Unterricht teilnehmen. Die Personaldecke ist ohnehin an vielen Schulen dünn. Selbst ein Sprachförderprogramm aufzusetzen, ist den meisten Schulen also gar nicht möglich, dementsprechend dankbar sind uns viele Kooperationspartner für unser Engagement. Zuletzt haben wir aus Bremen dementsprechend positive Rückmeldung eines Schulleiters erhalten. Sprachförderung sei seit langem ein großes Thema seiner Schule, auch im Rahmen der Ziel- und Leistungsvereinbarungen für seinen Schulstandort. Das, was die Stiftung mit dem Programm MITsprache böte, hätte er in der Komplexität mit seinen Ressourcen nicht geschafft, erzählte er im Zwiegespräch. Schließlich ist MITsprache ein didaktisch ausgearbeitetes Programm, wissenschaftlich geprüft, mit zahlreichen Materialien ausgestattet und kindgerecht gestaltet; jede Schule erhält mehr als 200 Sprachförderspiele plus zusätzliche Anwendungsordner.

Positive Rückmeldungen von den Behörden und Bildungseinrichtungen

Ähnlich positiv äußerte sich Eric Vaccaro, Leiter des Referats „Steigerung der Bildungschancen” an der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung:„Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit der Stiftung Fairchance, in deren Rahmen das attraktive Sprachförderprogramm MITsprache an circa 30 Hamburger Grundschulen umgesetzt wird. Das Sprachförderprogramm bietet große Chancen für den Aufbau einer qualitativ hochwertigen Förderstruktur von der Vorschulklasse bis zu Jahrgang 2, was gerade in (Nach-)Pandemie-Zeiten von unschätzbarem Wert ist. Die Schulen haben größtenteils bereits die umfangreichen Materialien erhalten, an einigen Schulen haben auch schon die zugehörigen Fortbildungen stattgefunden. Offenbar mit großem Erfolg – bislang gab es ausschließlich positives Feedback!“ Ebenfalls aus Hamburg erreichte uns eine Dankesmail einer Mutter eines Sprachförderkindes, unsere Arbeit sei „inspirierend und ermutigend.“ Für die kommenden Wochen und Monate sind wir also gut gerüstet – das müssen wir auch sein, denn wir planen noch weitere Bildungseinrichtungen in das MITsprache-Sprachförderprogramm aufzunehmen. Es gibt schließlich einiges aufzuholen – damit jeder eine faire Chance hat!