Stellungnahme zum Thema Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund beim Schuleintritt

Von Alexander Wolf, Geschäftsführer der Stiftung Fairchance Berlin

Pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres 2019/2020 ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie beim Schuleintritt mit mangelnden Deutschkenntnissen von Kindern mit Migrationshintergrund umgegangen werden sollte.

Wie Sprachförderung im Übergang von Kita zur Schule erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt die Berliner Stiftung Fairchance mit ihrem Sprachförderprogramm MITsprache seit ihrer Gründung vor 10 Jahren. Mehr als 3200 Kinder wurden inzwischen in sechs Bundesländern an 70 Bildungseinrichtungen gefördert, davon allein im letzten Jahr weit über 1200 Kinder. Das Programm bezieht insbesondere die Kinder mit dem höchsten Sprachförderbedarf ein. Wegen des Erfolgs haben einige Kitas und Grundschulen MITsprache bereits in den staatlichen Regel-Schul- und Kitabetrieb überführt.

Über das MITsprache-Sprachförderprogramm der Stiftung Fairchance

Das Sprachförderprogramm MITsprache basiert auf drei wesentlichen Säulen.

  • Auf der wissenschaftlichen Erarbeitung des Lernkonzeptes und der praxistauglichen Fördermaterialien durch die Universität Heidelberg, der Umsetzung durch LehrerInnen, ErzieherInnen und SozialpädagogInnen sowie der wissenschaftlichen Evaluierung während der gesamten Implementierungsphase durch die Ludwig-Maximilians-Universität München, die die Wirksamkeit von MITsprache bestätigte.
  • Auf der einrichtungsübergreifenden, durchgehenden Sprachförderung der Kinder über drei Jahre, beginnend im letzten Kita-Jahr bis hin zum 2. Grundschuljahr.
  • Auf einer sozialpädagogischen Elternarbeit, die die Familien der geförderten Kinder einbezieht, um die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sprachförderung zu schaffen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Programms.