Um Kindern mit nicht-deutscher Herkunft den Einstieg in die deutsche Sprache zu erleichtern, entwickelten die jungen Filmemacher Julia Moya und Christopher Zwickler von "Von Fiessbach Film" das Projekt "Sprich mit!". Der Film soll Kindern mit Migrationshintergrund die Grundzüge der deutschen Sprache vermitteln, den Schlüssel zu einer gelungenen Integration. Die Filmpremiere am 28. November 2011 und die Übergabe der Landeslizenz wurde durch die Schoewel Stiftung Fairchance, Biotronik und das Türkische Tourismus- & Kulturministerium ermöglicht.
Willkommen bei der Schoewel Stiftung Fairchance
Sprache ist der Schlüssel zur Welt, zur Bildung und zur Integration. Deshalb hat sich die Schoewel Stiftung Fairchance zum Ziel gesetzt, Kindern aus sozial benachteiligten Schichten und insbesondere Kindern mit Migrationshintergrund den Erwerb der deutschen Sprache zu ermöglichen. Denn jedes Kind in Deutschland eine faire Chance auf Bildung, Integration und Teilhabe verdient.
Auch über zehn Jahre nach den ersten aufrüttelnden PISA-Ergebnissen steht es in Deutschland noch immer schlecht um Chancengleichheit: "Der Blick auf die Zusammenhänge von Migrationshintergrund sowie sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb macht für alle Schulsysteme deutlich, dass die aufgezeigten Disparitäten gravierende soziale Ungleichheiten signalisieren. Nach wie vor bestehen deutliche Unterschiede im Kompetenzerwerb zwischen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und den Kindern und Jugendlichen, die aus Familien ohne Migrationsgeschichte stammen.“1
Dies zeigt sich unter anderem auch in den Angaben der Schulstatistiken bezüglich der Anzahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss. In 2009 haben beispielsweise 9,2 % der Schulabgänger in Berlin keinen Schulabschluss erreicht, von diesen 2.777 Jugendlichen sind 65 % mit nicht-deutscher Herkunft.2
Im selben Jahr wurden bei 16 % der vierjährigen Kinder in Berliner Kindertageseinrichtungen Sprachförderbedarf festgestellt. Unter Kindern mit deutscher Herkunftssprache lag der Anteil bei 8 %, unter Kindern nicht-deutscher Herkunftssprache bei 34 %.3
Das Verhältnis zwischen der Schulleistung und der Sprachkompetenz lässt sich wie folgt beschreiben: "Schulische Leistungen sind sowohl direkt als auch indirekt an sprachliche Kompetenzen gebunden. Entscheidend sind dabei fast ausschließlich Kompetenzen in der Landes- und Unterrichtssprache. Dies gilt unabhängig von der möglichen Wirkung anderer Faktoren auf die Bildungschancen der Migrantenkinder."4
Möglichst gute Startchancen für alle Kinder können wir nur durch einen frühzeitigen Erwerb der deutschen Sprache ermöglichen. Jeder sollte in dieser Gesellschaft MITsprechen können. Dafür engagiert sich die Schoewel Stiftung Fairchance.
Machen Sie mit und helfen Sie uns, damit wir in Zukunft noch bunter diskutieren können.
- 1. Chancenspiegel. Zur Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Schulsysteme. Verlag Bertelsmann Stiftung. Gütersloh, 2012
- 2. Bildungsbericht Berlin-Brandenburg 2010. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin. Berlin, 2010
- 3. Dem Nachwuchs eine Sprache geben. Discussion Paper Nr. 6. Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Berlin, 2012
- 4. Hartmut Esser: Migration, Sprache und Integration. AKI- Forschungsbilanz 4. Berlin, 2006
Weitere Förderprojekte
Weitere Förderprojekte der Schoewel Stiftung Fairchance in der Übersicht.
Mit der temporären Garage unterstützen im Rahmen von "Ein Quadratkilometer Bildung" die Freudenberg Stiftung, die Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung, die Schoewel Stiftung Fairchance, die KORODUR Westphal Hartbeton GmbH, die Robert Kieserling Industriefußboden GmbH, das Hochbauamt Neukölln, das Naturschutz- und Grünflächenamt Neukölln, die Freudenberg Spezialdichtungsprodukte GmbH & Co. KG und der Freundeskreis des Quadratkilometers den Aufbau eines weiteren Ortes zur beruflichen Bildung von Jugendlichen auf dem Campus Rütli.

